So wird das Bett zur Evakuierung hergerichtet.

 

Für den täglichen Gebrauch

1.    Das Evakuierungstuch mit der hellen Seite nach oben, auf die Liegefläche des Bettes legen.  Die aufgenähte Bedienungsanleitung kennzeichnet das Kopfteil.  

2.    Die Klettverschlüsse in  2 Schlaufen legen und seitlich in die Haltebänder einschieben und  leicht überstehen lassen .

3.    Die Matratze auflegen und die vier Ecken der Matratze in die vier Spanngurte einlegen. Nun sind Matratze und Evakuierungstuch miteinander verbunden.

4.    Die Matratze wie gewohnt mit einem Bettlaken beziehen. Auf den Längsseiten wird das Bettlaken zwischen Matratze und dem Evakuierungstuch gesteckt. Dadurch bleiben die Klettverschlüsse immer frei und brauchen im Notfall nicht gesucht werden.

5.    Bett fertig stellen.

Die Evakuierung des Patienten / Heimbewohners

A. Evakuierung auf einer Ebene

 1.    Eine Pflegekraft evakuiert immer einen Patienten .

 2.    Das Zimmer betreten und den Patienten kurz informieren ( z.B.: Wir haben einen Brandschaden und ich bringe Sie jetzt in Sicherheit ! )

       3.    Die seitlichen Klettverschlüsse fassen und über der Bettdecke fest miteinander verbinden.

4.    Die Arme des Patienten sollen dabei lang ausgestreckt unter der Bettdecke / dem Gurt liegen.

5.    Die Liegefläche auf die niedrigste Höhe bringen.

6.    Ist eine Verstellung nicht möglich (Stromausfall oder zu zeitaufwendig ) wird dieser Punkt übersprungen.

7.    Die Gurte am Fußende mit beiden Händen fassen und den Patienten mit den Füßen zuerst seitlich von der Liegefläche ziehen ( im Winkel von ca.  75 – 90 °)

8.    Sobald nur noch der Rumpf auf der Liegefläche liegt , gleitet das Evakuierungstuch ganz leicht auf den Boden. Der Patient ist während der ganzen Zeit durch seine Matratze geschützt.

  

9.    Die Griffe am Fußende weiter festhalten und , mit ausgestreckten Armen, den Patienten mit den Füßen voran über den Boden ziehen. Dabei wird das eigene Körpergewicht als Zugkraft mit genutzt . Der Patient sieht dabei immer in die Zugrichtung und berührt nur mit dem Rumpf den Boden .

10. Vor seitlichen Berührungen mit Türkanten , Stühlen oder Tischbeinen und Wänden ist der Patient durch die Matratze seitlich bestens geschützt. Auch automatisch schließende Türen können den Patienten nicht berühren.

B. Evakuierung über eine Fluchttreppe

11. Die ziehende Person geht mit zügigem Schritt auf die Treppe zu und überwindet die ersten 3-4 Stufen. Sobald die Rumpffläche auch über die Treppenstufen gleitet verringert sich die Auflagefläche der Matratze deutlich. Die Evakuierung geht jetzt sehr leicht. Die ziehende Person geht die Treppe zügig herunter ( nicht rennen ) und kann so die Geschwindigkeit gut kontrollieren.

  12.    Aus Sicherheitsgründen sollte immer ein Abstand von 2 Meter zwischen zwei Gruppen liegen.

13.     Die evakuierten Patienten werden an einem Ort gesammelt und sind für den weiteren Transport schon vorbereitet. Über die seitlichen Griffe kann der Patient sofort vom Rettungsdienst übernommen werden.

14     Sollte der erste Sammelraum außerhalb fester Gebäude liegen, so bietet das Evakuierungstuch zusammen mit der Matratze und der Bettwäsche einen sehr guten Schutz vor Witterungseinflüsse.

Die in den Patientenbetten liegenden „scharfen“ Evakuierungstücher sollten nie zu Übungszwecken genutzt werden. Für Übungen steht auf jeder Station ein Evakuierungstuch mit der Kennzeichnung  „ Nur für Ausbildungszwecke " zur Verfügung.

Jede Person die in einer solchen Einrichtung arbeitet, sollte an dem Evakuierungstuch ausgebildet werden. Dazu zählen sicher auch die Hilfskräfte die sich nicht ständig auf der Station aufhalten ( Feuerwehr , Rettungsdienst , Polizei, technisches Personal usw.) Jede der genannten Personen sollten eine Probeevakuierung erfolgreich durchgeführt haben um ein bestmögliches Ergebnis im Ernstfall zu erzielen.

Die aktuelle Gebrauchsanleitung können Sie unter "Download" ansehen und ausdrucken.
Ein Evakuierungsbeispiel:

2 Bilder aus der Website www.albertinen.de

Patienten fertig zur Rettung ...               Rettung über die Treppe ...

An der Übung war das Krankenhauspersonal, die Polizei und die Feuerwehr Hamburg beteiligt.

 Auszug aus der Hauszeitung "albertinen aktuell 3/04" ansehen.

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